Buchvernissage: Roland Merk liest aus «Wind ohne Namen»

Cover «Wind ohne Namen»
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Donnerstag 06.05.2010 | 19:30 | Das Kleine Literaturhaus Basel | Lageplan

 

Wind ohne Namen – Gedichte

Mit scheinbar leicht hingeworfenen, aber äusserst präzisen Skizzen, mit rhetorischem Schwung und ironischen Untertönen lockt uns Roland Merk in die Tiefe und lässt uns teilhaben an seiner Erforschung der Welt. Das Gefährt für diesen Tauchgang ist für ihn die Lyrik mit ihrem Reichtum an Formen und Assoziationen, in denen Bilder und Erfahrungen, Gedachtes und Gefühltes in aller Freiheit nebeneinander zu stehen kommen, um so die Welt unter die Lupe nehmen zu können. Dabei entsteht eine Aufnahme des heutigen Menschen, der orientierungslos in seiner Gegenwart steht und ratlos in die Zukunft blickt. 

In vier Zyklen lotet der Autor den Zustand der Welt aus: Die Meeresstimmungen von «Skizzen einer Landschaft – Espace de Normandie» vermitteln als metaphorisches Tableau eine Ahnung vom «Schiffbruch» unserer Gesellschaft; «Spurensuche» erkundet die Welt als einen offenen Text und tastet Phänomene wie Träume, Städte und Filme, aber auch das Überleben im Alltag ab; «Wind ohne Namen», der dem Band seinen Titel gegeben hat, ist eine Zeichnung unseres betriebsamen Daseins und gleichzeitig Chiffre der Leere unserer Zeit. Und schliesslich stellt «Gesang von der Nacht», der Brechts «An die Nachgeborenen» und Hölderlins «Hyperion» zum Ausgangspunkt nimmt, Fragen nach der Zukunft des Menschen.

 

Mit einer gekonnten Mischung von Poesie und Philosophie, Ernst und Leichtigkeit lässt Roland Merk existentielle Fragestellungen durchscheinen, schlägt er – bei höchster Aktualität der Themen – Brücken von der Antike über die Romantik bis zur Moderne und Postmoderne und entwirft Zukunftsszenarien in Science-Fiction-Manier: ein Gedichtband, der sich, bestechend durch sprachliche Virtuosität, eindringliche Bilder und hintergründigen Witz, mit den grossen Themen der Menschheit auseinandersetzt.

 
Roland Merk, 1966 geboren, wuchs in Luzern und der französischen Schweiz auf. Studium der Philosophie, Germanistik und Soziologie in Berlin, Basel und Zürich. Lebt und arbeitet heute in Paris und Basel. Autor von Hörspielen, Radiofeatures, Dokumentarfilmen und Essays sowie dem an verschiedenen Bühnen aufgeführten Theaterstück zum Nahostkonflikt «Die Vertreibung». Für den Lyrikband «Wind ohne Namen» erhielt er die Basler Autorenförderung.

 

Adresse:

Das Kleine Literaturhaus Basel

Bachlettenstr.7

4054 Basel

mjenny@vtxmail.ch

www.literaturhausbasel.ch

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