2015

Mittwoch, 16. Dezember 2015 20:00 von Roland Merk

Französischsprachige Erstauführung

"Tant de mer entre nous"

"So viel Meer zwischen uns"

 

CCN, Théâtre du Pommier, Neuchâtel, Suisse

 

Un dialogue au-delà des frontières et des sentiers battus. Un projet théâtral qui tire un trait d’union entre la Suisse et la Tunisie.

 

Me 16 décembre 20h00

 

Donnerstag, 01. Oktober 2015 00:00 von Roland Merk

Gespräch mit Paul Nizon

In der aktuellen Ausgabe des Schweizer Monats

ein grosses Interview mit Paul Nizon

über Paris und sein Schaffen

Sonntag, 17. Mai 2015 20:00 von Roland Merk

Einleitende Worte

17. Mai 2015, 20:00, Rote Fabrik Zürich

Panel: Carte blanche à Tariq Ramadan: „Was ist ein Europäischer, was ein Schweizer Islam?“

Der Anteil an Muslimen in der Schweiz entspricht rund 5% der Bevölkerung, der Islam ist somit die zweitgrösste Religionsgemeinschaft. Ein Drittel von ihnen besitzt einen Schweizer Pass. In Frankreich ist der Anteil bei 8%, zwei Drittel davon haben einen französischen Pass. Ähnliche Zahlen gibt es zu Deutschland und zu England. Der Islam ist Bestandteil Europas geworden. Ist es daher angebracht, den Schwerpunkt auf die Forderung nach „Integration” zu legen, wenn die Situation der Muslime, wie Ramadan diagnostiziert, „postintegrativ“ ist? Hat die Mehrheit der Muslime nicht ein bikulturelles Selbstbewusstsein und ist in dieser Gesellschaft längst angekommen? Angesichts des Fokus des Westens auf Identität und  Integration, der der Vielfalt nicht förderlich ist, ist für Ramadan die Frage von heute nicht  die: »Woher komme ich?«, sondern: »Wohin gehe ich und mit wem?«. Statt Integration müssten Mitbestimmung und Teilhabe, die volle Anerkennung des Islam gefördert werden.

 

Gäste: Der Schweizer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan ist Präsident des European Muslim Network, arbeitet am St. Antony's College an der Oxford University. Moderation: Alain Gresh, ehemaliger Chefredaktor des “Monde diplomatique”.

Einleitende Worte: Roland Merk, Schriftsteller und Philosoph.

Sonntag, 10. Mai 2015 17:00 von Roland Merk

Moderation

Sonntag, 10. Mai 2015, 17h

 

Das Bild des Islams in den Schweizer Medien

Die Darstellung des Islams in den Schweizer Medien ist ähnlich wie im Westen von Stereotypien und Vorurteilen geprägt. Die fast ausschliessliche Darstellung des Islams und der Muslime in Zusam- menhang mit internationaler Politik, Gewalt und Frauenunterdrückung ist mitverantwortlich für Ten- denzen zur Islamfeindlichkeit. Laut einer Umfrage britischer Demoskopen überschätzen die Europäer den Anteil an Muslimen an der Gesamtbevölkerung um ein Vielfaches. Das alarmiert. Und spätestens seit der historischen Pariser Millionendemonstra- tion «Wir alle sind Charlie!», die zeigt, über welche Mobilisierungskraft die Medien verfügen, kommen noch mehr Fragen an die Adresse der Medien auf: Was verstehen die Medien unter «Redefreiheit»? Gibt es neben ihr auch andere Güter zu respek- tieren? Sind wir wirklich alle Charlie oder markiert der Aufruf nicht vielmehr die Exklusion der Muslime? Was können die Medien zu einer anderen Darstellung des Islams und der Muslime beitragen? Im Vortrag von Vinzenz Wyss und im Gespräch mit ihm sollen anhand von Beispielen die Haltung der Schweizer Medien zu Fragen rund um Islam und Muslimen nachgezeichnet werden.

Gäste:
Vinzenz Wyss, Journalismusexperte
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Ko-Leiter des Nationalfondprojektes: Die Darstellung von Religionen in Schweizer Massenmedien.

Moderation:
Roland Merk, Schriftsteller
und Philosoph Clubraum Rote Fabrik CHF 20.–/ermässigt CHF 10.–

Sonntag, 10. Mai 2015 14:00 von Roland Merk

Moderation

Sonntag, 10. Mai 2015, 14h

Islamfeindlichkeit. Antisemitismus. Feindbilder einst und heute

Wer hat Angst vor den Muslimen und dem Islam? Alle augenscheinlich, die Deutschen, Franzosen und Schweizer fürchten sich vor dem Bau von Minaret- ten und Moscheen und Europa blockiert den Beitritt der Türkei in die EU. Aber geht es wirklich nur um Islamophobie? Ist nicht das, was vielleicht einmal nur Angst vor dem Fremden war, zur Islamfeind- lichkeit geworden? Die Intoleranz gegenüber An- dersgläubigen war jahrzehntelang gesellschaftlich geächtet, jetzt wird sie salonfähig bis in die Mitte unserer westlichen Gesellschaften. In einem kurzen Vortrag zeichnet Wolfgang Benz die Konjunkturen von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit nach. Im anschliessenden Gespräch beleuchten Wolfgang Benz und Georg Kreis die je spezifischen Situatio- nen in Deutschland und der Schweiz.

 

Gäste:
Wolfgang Benz, Historiker, Leiter
des Zentrums für Antisemitismus- forschung (ZfA) an der Technischen Universität Berlin

Georg Kreis, Historiker, ehemaliger Leiter des Europainstituts Basel und bis Ende 2011 Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR)

Moderation:
Roland Merk, Schriftsteller
und Philosoph Clubraum Rote Fabrik CHF 20.–/ermässigt CHF 10.–

Donnerstag, 23. April 2015 20:00 von Roland Merk

PREMIERE THEATERSTÜCK

 

So viel Meer zwischen uns – كم من بحار بيننا – Tant de mer entre nous

 

Vier Theaterinstitutionen aus der Schweiz und Tunesien ermöglichen ein besonderes Theaterexperiment, das über Grenzen hin​weg​ einen Dialog führt: Zwei Autoren schreiben gemeinsam an einem Stück im Spiegel der Zeit nach dem Arabischen Frühling. Der eine ist Schweizer, der andere Tunesier. Der eine schreibt diesseits der Europäischen Festung, der andere hat den Sturm des Zornes noch im Nacken. Zur gleichen Zeit entwickeln Musiker erste Kompositionen. Sie alle beginnen mit Fragen wie diesen: Sind wir dies- und jenseits des Meers nicht doch am gleichen Ufer? Ist dieses Meer zwischen Europa und dem Norden Afrikas nicht unser gemeinsames Meer, das uns mehr verbindet als trennt – ein wahrhaftes Mare Nostrum? Das Stück lässt Revue passieren und fühlt szenisch auf den Grund: Von einem, der übers Meer gehen wollte und dabei ertrank – Von einem Narren, der durch die Welt führt – Von einem Kaufmann aus dem Westen, der auf Reisen dem orientalisierten Parfüm seiner Vorurteile verfällt – Von einem tunesischen Antiquar, der seinen Laden bald schliessen muss, weil er in der Schweiz als Terrorist verdächtigt wird – Von einem Tunesier in den Alpen in Asyl, und was er dabei erfährt – Vom Klima der Islamfeindlichkeit und von der Art Integration, wenn Tarik, ein Schweizer, nicht ​mal ​als toter Muslim schicklich in der Heimat begraben werden darf – ​V​on Badeferien in Djerba der philosophischen Art – Und was kann Liebe so alles bewirken zwischen einer Schweizerin und einem jungen, papierlosen Tunesier am Ufer des Flusses?

  

Autoren: Baghdadi Aoun + Roland Merk – Regie: Peter Braschler – Spiel: Baghdadi Aoun, Tunis + Meret Bodamer, Zürich + Mehran Mahdavi, Zürich – Musik: G-RaZ, Zürich + DJ-Killa, Tunis + Kafon, Tunis. Produktion: Theater Maralam Zürich in Koproduktion mit Théâtre mass’Art, Tunis + CCN-Théâtre du Pommier, Neuchâtel + dem Konzeptbüro Rote Fabrik, Zürich –

 

Uraufführung in der Aktionshalle der Roten Fabrik, Zürich:  Donnerstag, 23.April 2015, 20h

weitere Aufführungen:

Freitag, 24. April, + Samstag, 25. April, 20h

Sonntag, 26. April, 18.30h

Donnerstag, 30. April + Freitag, 1. Mai + Samstag, 2. Mai, 20h

Sonntag, 3 .Mai, 18.30h

Eintritt: CHF 30.––, ermässigt CHF 20.––

Vorverkauf Rote Fabrik: konzeptreservation@rotefabrik.ch

Kontakt: Theater Maralam – Email: tobler@maralam.net – Mobile + sms: +41 79 841 21 81

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